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Neue Fenster in der Wintersonne: Sanierung des historischen Herrenhauses geht auch im Winter weiter

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Gerade werden neue, dunkelgrüne Fenster eingesetzt, die Dacharbeiten sind fast fertig und im Dachgeschoss sind schon deutlich die neuen Grundrisse der zukünftigen Wohnungen mit Balkon zu erkennen. Interessenten für Mietwohnungen können sich bereits jetzt an den Förderverein Burgberg Posterstein e.V. wenden, denn die ersten Anfragen sind bereits eingegangen. Seit Baubeginn im August liegen die Sanierungsarbeiten im gut im Zeitplan, die verschiedenen Baufirmen arbeiten hervorragend Hand in Hand.

Kein Stillstand im Dezember: Weitere Fördermittel für Innenausbau

Die wenigen erhaltenen originalen Fenster und Türen im Herrenhaus Posterstein sollen nach Denkmalschutz-Vorgaben restauriert werden.
Die wenigen erhaltenen originalen Fenster und Türen im Herrenhaus Posterstein sollen nach Denkmalschutz-Vorgaben restauriert werden.

Auch im Dezember sollen die Arbeiten weitergehen. Dem Förderverein Burgberg Posterstein e.V. wurden vom Land Thüringen für den Innenausbau weitere Fördermittel in Aussicht gestellt. Im Erdgeschoss nördlichen Gebäudeteils steht die „Daseinsvorsorge“ im Vordergrund: Hier sollen flexibel nutzbare Räume für Physiotherapie, Sport und ein speziell für ältere Menschen eingerichtetes, gemeinschaftlich nutzbares Bad entstehen. Besondere Fördermittel vom Denkmalschutz gibt es auch für die Restaurierung der wenigen noch erhaltenen historischen Türen und Fenster.

Wir wollen regionale Produkte auf den Burgberg holen

Das Projekt "Gemeinsam nicht einsam" hat den gesamten Burgberg Posterstein im Blick.
Das Projekt „Gemeinsam nicht einsam“ hat den gesamten Burgberg Posterstein im Blick.

Derzeit arbeiten wir mit der Ökomarktgemeinschaft der Erzeuger- & Verbrauchergemeinschaft Gera – Greiz Ökomarkt e.V. eng zusammen. Angestrebt wird eine Zusammenarbeit zur Schaffung und Entwicklung kurzer Versorgungsketten und lokaler Märkte. Im Herrenhaus werden ein Hofladen mit Bioprodukten aus der Region, eine Regio-Küche, ein Bewohnercafé und auch eine kleine Brauerei entstehen. Darüber hinaus wird ein Gartenkonzept entwickelt, worin nicht nur der Bürgerpark der Burg Posterstein integriert ist, sondern auch gemeinsamer Gemüseanbau stattfinden soll. Carsharing auf dem Burgberg soll eine Möglichkeit für fehlenden öffentlichen Nachverkehr sein.

Ausgewählt für ein Forschungsprojekt der Evangelischen Hochschule Freiburg „Modellentwicklung und Gründung von Bürgergenossenschaften zur Daseinsvorsorge“

Das Konzept „Gemeinsam nicht einsam – neues Leben auf dem Lande“ ist eines von sieben Projekten, die bundesweit für ein Forschungsprojekt ausgewählt wurden. In den nächsten drei Jahren wollen Wissenschaftler aus Freiburg in enger Zusammenarbeit mit allen Partnern untersuchen, inwieweit sich eine Bürgergenossenschaft als Betreiber für ein solches regionales soziales Entwicklungsprojekt eignet. Könnte es ein Modell für ähnliche Projekte anderswo sein?

Taugt das Projekt "Gemeinsam nicht einsam" auf dem Burgberg Posterstein als Modellprojekt?
Taugt „Gemeinsam nicht einsam“ auf dem Burgberg Posterstein als Modellprojekt?

Neben dem Herrenhaus schließt das Konzept „Gemeinsam nicht einsam“ den gesamten Burgberg ein. Erste Planungen für die Platzgestaltung des ehemaligen Rittergutshofes sind bereits in Auftrag gegeben. Gemeindevertreter, Vereinsmitglieder und Bauplaner kommen wöchentlich zu Bauberatungen zusammen.
Darüber hinaus arbeiten die Mitglieder des Vereins beständig an der Akquise neuer Fördergelder. Der Förderverein Burgberg Posterstein e.V. zählt derzeit 25 engagierte Mitglieder und weitere Unterstützer, die sich aktiv einbringen wollen, sind jederzeit herzlich willkommen.

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Sanierung des historischen Herrenhauses beginnt

Das Gerüst für die Dachsanierung wird schon aufgebaut, das offizielle „Baustellenschild“ steht. Das Zukunftsprojekt „Gemeinsam nicht einsam – neues Leben auf dem Lande“ wird vom Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gera mit Fördermitteln der integrierten ländlichen Entwicklung, hier Dorferneuerung/Dorfentwicklung, unterstützt. Der Fördermittelbescheid über 1,8 Millionen Euro wurde am 17. August offiziell überreicht. Im Video berichtet TV-Journalist Gunter Auer von der Übergabe.

Die Gemeinde Posterstein möchte das historische Herrenhaus bis 2018 in mehreren Bauabschnitten sanieren und ausbauen. Es soll eine Nutzungsmischung aus Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Tourismus entstehen, darunter acht Wohnungen, zwei Ferienwohnungen, ein Treffpunkt für Vereine und vieles mehr. Im Zuge der Überreichung des Fördermittelbescheids wurde auch offiziell das Baustellenschild enthüllt – die Sanierung kann beginnen.

Unterstützer sind jederzeit herzlich willkommen.

Erinnerungen und Tatendrang beim Tag des Offen Herrenhauses

Der Tag des Offenen Herrenhauses, tatkräftig unterstützt von Feuerwehr und Museumsverein, stieß auf großes Interesse.
Der Tag des Offenen Herrenhauses, tatkräftig unterstützt von Feuerwehr und Museumsverein, stieß auf großes Interesse.
Es ist überwältigend, wenn in einem 450 Einwohner-Ort fast 200 Leute zu einer Bürgerversammlung kommen, um sich über den Fortgang unseres Regionalentwicklungsprojekts zu informieren. Die „Neuen Scheune“ war gut gefüllt, als die Projektidee für die Neugestaltung des Herrenhauses erstmals öffentlich vorgestellt wurde. Die mit der für Fördermittelbeantragung wichtigen Machbarkeitsstudie betraute Firma Ipu aus Erfurt fasste die Ergebnisse ihrer Studie zusammen und zeichnete ein Bild davon, wie ein „neues Leben auf dem Land“ in Posterstein aussehen könnte.

Ziel der Initiative ist es, nicht nur die historischen Gebäude zu erhalten, sondern das Leben auf dem Lande nachhaltig attraktiv zu machen. Im Groben geht es um die Förderung eines Zusammenlebens zwischen Jung und Alt – um Gemeinschaft, ein Zusammenspiel zwischen Arbeit und Freizeit, Selbstversorgung und nachhaltige Mobilitätskonzepte wie Car-Sharing, Fahrradwerkstatt, gemeinschaftlicher Fahrdienst. Das Ganze soll Hand in Hand gehen mit erweiterten Tourismuskonzepten für den Ort, der an wichtigen Radwanderwegen liegt und mit Museum und traditionsreichem Seifenkistenrennen jährlich ohnehin schon 30.000 Besucher hat.

Rund 200 Bürger versammelten sich in Posterstein, um sich über das Projekt "Gemeinsam nicht einsam" zu informieren.
Rund 200 Bürger versammelten sich in Posterstein, um sich über das Projekt „Gemeinsam nicht einsam“ zu informieren.

Im Anschluss an die Präsentation und später im erstmals nach über 20 Jahren Leerstand geöffneten Herrenhaus gab es die Möglichkeit für Wünsche und Anregungen, um Fragen zu stellen und sich auszutauschen über das weitere Vorgehen. Natürlich wurden beim Anblick der Räume des ehemaligen Rittergutsgebäudes, das jahrzehntelang als Kinderheim gedient hatte, bei vielen Erinnerungen wach. Es gab nicht nur ein warmes Mittagessen aus der Gulaschkanone der Freiwilligen Feuerwehr Posterstein/Stolzenberg und Kaffee und Kuchen vom Museumsverein Burg Posterstein, sondern auch die Chance, einen Blick auf architektonische Entwürfe von Jan Godts zu werfen. Ein großes Dankeschön geht an all diese freiwilligen Helfer, wie auch an die Mitglieder des Seifenkistenvereins Posterstein, die bei der Vorbereitung und Durchführung des Info-Tags geholfen haben.

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Die Arbeit unseres Vereins geht jetzt erst richtig los und in den kommenden Wochen wird es weitere Sitzungen und Beratungen zur Umsetzung und Finanzierung des ambitionierten Projekts geben. Weitere Vereinsmitglieder, Interessenten und Unterstützer sind dabei immer herzlich willkommen.

Ein weiterer Bericht zur Veranstaltung erschien am 24. November in der Ostthüringer Zeitung und am 22. November im Blog „Verrücktes Huhn“.

Thüringer Staatskanzlei gibt finanzielle Starthilfe

Der Postersteiner Bürgermeister Stefan Jakubek, Kulturminister Benjamin Hoff, Landrätin Michaele Sojka und Museumsdirektor Klaus Hofmann im Gespräch auf dem Hof der Burg Posterstein.
Der Postersteiner Bürgermeister Stefan Jakubek, Kulturminister Benjamin Hoff, Landrätin Michaele Sojka und Museumsdirektor Klaus Hofmann im Gespräch auf dem Hof der Burg Posterstein.

Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Thüringer Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei, besuchte am Dienstagnachmittag als erster Kulturminister seit 1990 das Museum Burg Posterstein. Vor Ort machte er sich ein Bild vom Ausstellungs- und Sammlungskonzept des Regionalmuseums für das Altenburger Land. Auf das Museum aufmerksam geworden ist er aber schon viel früher: Auf Twitter, Facebook und in Blogs. Das Kulturmarketingkonzept der Burg Posterstein bezeichnete er als „Avantgarde“ in Thüringen.

Lottomittel für eine Machbarkeitsstudie bewilligt

Logistisch stößt das Museum mit rund 22.000 Besuchern im Jahr an seine Grenzen. Es fehlt beispielsweise ein barrierefreier Zugang ins Obergeschoss und zu den Toiletten. Ein Entwurf für den Wiederaufbau des 1953 abgerissenen Nordflügels existiert schon seit Jahren, es scheiterte bisher jedoch an der Finanzierung.

Einen Hoffnungsschimmer bringt nun die Zusicherung von 7500 Euro Lottomitteln durch die Staatskanzlei des Freistaats Thüringen. Mit diesen Geldern kann eine Machbarkeitsstudie finanziert werden, die das Konzept „Gemeinsam nicht einsam“ zur Neugestaltung des Postersteiner Burgbergs – die den Wiederaufbau des fehlenden Nordflügels einschließt – prüft. Erst mit einer solchen Studie in der Hand, kann sich der neu gegründete Förderverein Burgberg Posterstein um weitere finanzielle Mittel für die konkrete Umsetzung bemühen.