Wohnen im historischen Umfeld einer 800-jährigen Geschichte

Vision und Zielstellung

Ziel unseres Vorhabens „Gemeinsam nicht einsam- neues Leben auf dem Land“ ist es, den Burgberg wieder mit Leben zu erfüllen, eine Nutzungsmischung aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit/Tourismus zu etablieren und so Posterstein als Wohn-, Arbeits-, Sozial-, und Kulturraum zu erhalten und weiter zu entwickeln.

Die Kernkompetenzen des ländlichen Lebens sollen dabei neu gedacht, in die Gegenwart übertragen und auf die heutigen Rahmenbedingungen adaptiert werden. Mit dem Gesamtprojekt soll das Landleben in einer modernen Form neu entwickelt werden und sich dabei auf die traditionellen Werte einer ländlichen Lebensweise stützen.

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Hierzu ist es nötig, die Stärken des früheren Lebens auf dem Land zu identifizieren:

1. Das Leben auf dem Land war ein
Leben in einer Verantwortungsgemeinschaft. Alt und jung, bildungsnahe und bildungsferne, sozial schwächere und wirtschaftlich besser gestellte Menschen lebten in einer Gemeinschaft zusammen und waren aufeinander angewiesen.
2. Das Leben auf dem Land war ein
Leben der kurzen Wege. In der Regel waren alle wichtigen, zum Überleben der Gemeinschaft notwendigen, Fähigkeiten und Berufe im Dorf vorhanden. Die Dörfer waren weitestgehend autark. Arbeiten, Wohnen und Freizeit fanden auf engstem Raum nebeneinander statt. Die wenigsten Menschen mussten für ihren Broterwerb das Dorf verlassen.
3. Das Leben auf dem Land war immer ein
Leben in Nachhaltigkeit und Resilienz. Die Menschen hatten einen Bezug zu ihrem Grund und Boden, zur Landschaft, zu Wald und Wasser. Eine nachhaltige Wirtschaftweise war existenziell notwendig, um langfristig überleben zu können. Die ländlichen Gemeinden waren in der Lage sich selbst zu versorgen.
4.
Gastfreundschaft und Geselligkeit war in den ländlichen Gemeinden immer authentisch. Familienverbünde und Dorfgemeinschaft wurden durch eine Vielzahl von Normen, Sitten, Bräuchen und Veranstaltungen gefestigt. Diese Kultur der Geselligkeit hat sich bis heute in vielen Festen (Kirmes, Dorffeste etc.) erhalten.

Diese Stärken der ländlichen Lebensformen gilt es in der heutigen Zeit zu nutzen und auf den Burgberg zu übertragen.

Folgende Visionen stehen dahinter:
1. Die Verantwortungsgemeinschaften sind nicht mehr an familiäre Strukturen gebunden, sondern ergeben sich aus einem
gemeinsamen Leben in einer Wohngemeinschaft. Menschen unterschiedlicher Generationen (Jung und Alt) und unterschiedlicher familiärer Hintergründe (Singles, Senioren, Alleinerziehende, Familien) leben auf dem Burgberg zusammen und unterstützen sich gegenseitig.
2.
Wohnen, Arbeiten und die Freizeitgestaltung finden auf dem Burgberg auf engstem Raum statt. Neben Wohnmöglichkeiten wird es Arbeitsplätze in den verschiedenen Einrichtungen geben bzw. Freizeitangebote, die gemeinschaftlich genutzt werden können.
3. Das Leben auf dem Burgberg in Posterstein ermöglicht eine teilweise
Selbstversorgung mit Lebensmitteln. Regional erzeugten Produkten wird der Vorzug vor global erzeugten, industriell hergestellten Lebensmitteln gegeben.
4. Die Wohngemeinschaft auf dem Burgberg ist eine
offene Gruppe, die gerne Gäste an ihrem Lebensmodell teilhaben lässt. Dies wird z.B. möglich über den Betrieb von Gästezimmern oder dadurch, dass sich die Burgberggemeinschaft als festen Bestandteil der Dorfgemeinschaft insgesamt sieht und ihre Möglichkeiten auch den anderen Dorfbewohnern zur Verfügung stellt.

Der Burgberg wird wieder das geistig-kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Gemeinde.Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen und der Berücksichtigung der Visionen wurde in Zusammenarbeit mit den örtlichen Akteuren ein Entwicklungskonzept für den Burgberg ausgearbeitet.

Wohnen im historischen Umfeld einer 800-jährigen Geschichte – Gemeinsam nicht einsam

Oberstes Ziel in Posterstein ist es, ländliche Entwicklung auch in Zeiten des demografischen Wandels zu ermöglichen, indem die Voraussetzungen geschaffen werden, dass sich Wohnen auf dem Land für junge und ältere Menschen verbinden lässt mit sozialen Engagement, gewerblicher Entwicklung und kulturellen Angeboten.

Zur Ergänzung der reinen Wohnfunktion wollen wir die räumlichen und inhaltlichen Bedingungen schaffen, damit Gesundheitsvorsorge wohnortnah stattfinden kann und Kommunikation zwischen den Bewohnern des Ortes und der Nachbarorte stattfinden kann. Gleichzeitig wollen wir den Sozialraum „Dorf“ stärken, um Nachbarschaftshilfe stärker als bisher zu fördern. Im Herrenhaus entstehen Therapie- und Sporträume, zwei Ferienwohnungen, ein Café mit Küche und Regio-Laden und eine kleine Brauerei.

Unsere Wohnungen

Unsere acht Wohnungen im Ober- und Dachgeschoss des Herrenhauses Posterstein haben unterschiedlich große Grundrisse und Zuschnitte und verfügen alle über einen Balkon. Zwei Treppenhäuser und ein Fahrstuhl befinden sich an der Nordseite und werden ausschließlich durch die Mieter genutzt. Aus den Fenstern genießt man den Blick auf die alte Burg. Wohnen im historischen Umfeld einer 800-jährigen Geschichte wird damit außergewöhnlich und unvergleichbar.

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Die Wohnungen Nr. 2, Nr. 4, Nr. 5 und Nr. 6 haben bereits ihre Nutzer gefunden.

Wenn Sie neugierig geworden sind, sprechen Sie uns einfach an und vereinbaren einen Besichtigungstermin für die anderen Wohnungen. Der Einzug ist für Ende 2018 geplant.

Infos: Förderverein Burgberg Posterstein e.V., Burgberg 1, 04626 Posterstein. Vorsitzender: Hermann Marsch. e-Mail: foerdervereinburgberg@burg-posterstein.de  Internet: https://burgbergposterstein.wordpress.com     Twitter: https://twitter.com/BurgbergVerein

 

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