Baustellenführungen durch das Herrenhaus Posterstein zum Tag des offenen Denkmals

Am 17. August 2016 war Startschuss für das Projekt „Gemeinsam nicht einsam – neues Leben auf dem Land“. Die Resultate können am Tag des offenen Denkmals besichtigt werden.

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Der Förderverein Burgberg Posterstein öffnet das historische Herrenhaus am Tag des offenen Denkmals am 10. September 2017 von 10 bis 17 Uhr.

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Im Jahr 2000 wurden das Herrenhaus Posterstein, Lagerhalle (ehemalige Scheune) und Wohnhaus (Pferdestall) des alten Gutes Posterstein an einen Investor verkauft, der jedoch kein Konzept umsetzte und die Gebäude verfallen ließ.

2015 erwarb der eigens gegründete Förderverein Burgberg Posterstein die Gebäude und setzt seither mit der Gemeinde Posterstein das Konzept „Gemeinsam nicht einsam – neues Leben auf dem Land“ mit Unterstützung des Freistaats Thüringen um.

Beispielhaft soll aufzeigt werden, wie das Leben im ländlichen Raum, aufbauend auf den bestehenden Qualitäten und Stärken des dörflichen Lebens, funktionieren kann. Ziel des Vorhabens ist es, den Burgberg wieder mit Leben zu erfüllen, eine Nutzungsmischung aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit/Tourismus zu etablieren und so Posterstein als Wohn-, Arbeits-, Sozial-, und Kulturraum zu erhalten und weiter zu entwickeln.

Im Herrenhaus entstehen acht Wohnungen, ein Regio-Laden mit Café, eine Regio-Küche, eine kleine Brauerei, ein Bereich zur Daseinsvorsorge für sportliche Aktivitäten, therapeutische Maßnahmen sowie die Inanspruchnahme therapeutischer Dienste, eine Badestube und zwei Ferienwohnungen. Derzeit läuft eine Befragung der Bewohner von Postersteiner und der benachbarten Orte, bei der jeder seine Ideen und Bedarf an solchen Dingen einbringen kann.

Zum Tag des offenen Denkmals stehen die Vereinsmitglieder bereit, um Fragen zum Stand der Bauarbeiten und zum Projekt „Gemeinsam nicht einsam – Neues Leben auf dem Lande“ zu beantworten. Für Essen und Trinken ist gesorgt.

Alle Informationen: https://burgbergposterstein.wordpress.com/

 

 

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Daseinsvorsorge – was ist das? Wir möchten mit Ihnen ins Gespräch kommen.

Burgberg Posterstein – Gemeinsam nicht einsam

Daseinsvorsorge – was ist das?

Leben auf dem Land hat viele Vorteile: die Natur vor der Tür, keine Hektik der Stadt, Zusammenhalt und Miteinander, Geselligkeit. Doch wo Vorteile sind, lassen sich auch Nachteile finden: nicht alles direkt vor der Tür zu haben, für viele Erledigungen noch einmal los zu müssen und der Bus fährt meist nicht so, wie man es bräuchte. Hier stoßen gerade Kinder, Jugendliche und Senioren an ihre Grenzen und benötigen mobile Hilfe.

Und genau dies ist der Ansatz der Daseinsvorsorge im Herrenhaus: DA SEIN!
Wir möchten ein therapeutisches und sportliches Angebot schaffen, kosmetische Anwendungen anbieten, Mittagessen „vor der Haustür“ kochen, ein barrierefreies Bad zaubern, in dem nicht nur die Hürde „Badewannenrand“ überwunden wird, sondern auch Entspannung im Aromabad zu finden ist.

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Doch damit das Angebot vielfältig und für alle Bewohner von Posterstein, Stolzenberg und der Region nutzbar wird, brauchen wir viele Meinungen, Anregungen, Ideen und Gedanken.

Bitte helfen Sie mit. Sagen Sie uns, was „da sein“ soll, was Sie sich vorstellen! Was trifft für Sie zu, was eher nicht?

Herrenhaus_entwurf_reko.jpgMachen Sie mit!!!

Hier gehts zum Fragebogen

Wir danken Ihnen für Ihr Interesse, Ihre Zeit und Ihre Mithilfe.

Fragen beantworte ich gern, denn möchte gern mit Ihnen ins Gespräch kommen.

Marleen Petersen
vom Förderverein Burgberg Posterstein e. V.

Unsere Wohnungen

Vision und Zielstellung

Ziel unseres Vorhabens „Gemeinsam nicht einsam- neues Leben auf dem Land“ ist es, den Burgberg wieder mit Leben zu erfüllen, eine Nutzungsmischung aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit/Tourismus zu etablieren und so Posterstein als Wohn-, Arbeits-, Sozial-, und Kulturraum zu erhalten und weiter zu entwickeln.

Die Kernkompetenzen des ländlichen Lebens sollen dabei neu gedacht, in die Gegenwart übertragen und auf die heutigen Rahmenbedingungen adaptiert werden. Mit dem Gesamtprojekt soll das Landleben in einer modernen Form neu entwickelt werden und sich dabei auf die traditionellen Werte einer ländlichen Lebensweise stützen.

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Hierzu ist es nötig, die Stärken des früheren Lebens auf dem Land zu identifizieren:

1. Das Leben auf dem Land war ein
Leben in einer Verantwortungsgemeinschaft. Alt und jung, bildungsnahe und bildungsferne, sozial schwächere und wirtschaftlich besser gestellte Menschen lebten in einer Gemeinschaft zusammen und waren aufeinander angewiesen.
2. Das Leben auf dem Land war ein
Leben der kurzen Wege. In der Regel waren alle wichtigen, zum Überleben der Gemeinschaft notwendigen, Fähigkeiten und Berufe im Dorf vorhanden. Die Dörfer waren weitestgehend autark. Arbeiten, Wohnen und Freizeit fanden auf engstem Raum nebeneinander statt. Die wenigsten Menschen mussten für ihren Broterwerb das Dorf verlassen.
3. Das Leben auf dem Land war immer ein
Leben in Nachhaltigkeit und Resilienz. Die Menschen hatten einen Bezug zu ihrem Grund und Boden, zur Landschaft, zu Wald und Wasser. Eine nachhaltige Wirtschaftweise war existenziell notwendig, um langfristig überleben zu können. Die ländlichen Gemeinden waren in der Lage sich selbst zu versorgen.
4.
Gastfreundschaft und Geselligkeit war in den ländlichen Gemeinden immer authentisch. Familienverbünde und Dorfgemeinschaft wurden durch eine Vielzahl von Normen, Sitten, Bräuchen und Veranstaltungen gefestigt. Diese Kultur der Geselligkeit hat sich bis heute in vielen Festen (Kirmes, Dorffeste etc.) erhalten.

Diese Stärken der ländlichen Lebensformen gilt es in der heutigen Zeit zu nutzen und auf den Burgberg zu übertragen.

Folgende Visionen stehen dahinter:
1. Die Verantwortungsgemeinschaften sind nicht mehr an familiäre Strukturen gebunden, sondern ergeben sich aus einem
gemeinsamen Leben in einer Wohngemeinschaft. Menschen unterschiedlicher Generationen (Jung und Alt) und unterschiedlicher familiärer Hintergründe (Singles, Senioren, Alleinerziehende, Familien) leben auf dem Burgberg zusammen und unterstützen sich gegenseitig.
2.
Wohnen, Arbeiten und die Freizeitgestaltung finden auf dem Burgberg auf engstem Raum statt. Neben Wohnmöglichkeiten wird es Arbeitsplätze in den verschiedenen Einrichtungen geben bzw. Freizeitangebote, die gemeinschaftlich genutzt werden können.
3. Das Leben auf dem Burgberg in Posterstein ermöglicht eine teilweise
Selbstversorgung mit Lebensmitteln. Regional erzeugten Produkten wird der Vorzug vor global erzeugten, industriell hergestellten Lebensmitteln gegeben.
4. Die Wohngemeinschaft auf dem Burgberg ist eine
offene Gruppe, die gerne Gäste an ihrem Lebensmodell teilhaben lässt. Dies wird z.B. möglich über den Betrieb von Gästezimmern oder dadurch, dass sich die Burgberggemeinschaft als festen Bestandteil der Dorfgemeinschaft insgesamt sieht und ihre Möglichkeiten auch den anderen Dorfbewohnern zur Verfügung stellt.

Der Burgberg wird wieder das geistig-kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Gemeinde.Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen und der Berücksichtigung der Visionen wurde in Zusammenarbeit mit den örtlichen Akteuren ein Entwicklungskonzept für den Burgberg ausgearbeitet.

Unsere Wohnungen:

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Fragen beantworten wir gern: e-Mail: foerdervereinburgberg@burg-posterstein.de

Gemeinsam nicht einsam: Vom neuen Leben auf dem Burgberg Posterstein – Teil III

Im Blog von Burg Posterstein nachgelesen: 

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Es ist schon fast eine Tradition geworden, dass das Museum Burg Posterstein zur #MuseumsWeek die Entwicklungen auf dem Burgberg zum Thema nimmt und einen Blick auf das Projekt „Gemeinsam nicht einsam- neues Leben auf dem Land“ wirft. Und es hat sich einiges getan! zum Blog ->einfach auf das Bild klicken.

Herrenhaus Nordflügel

Derzeit laufen die Arbeiten im Innenausbau auf Hochtouren. Die Heizungsanlage wird eingebaut, neue Putze aufgebracht, Farbefunde gesichert und Stuckdecken restauriert. Die Arbeiten am historischen Balkon haben ebenfalls begonnen.

Herrenhaus_Innenausbau_Fenster.JPGHerrenhaus_Putz-Farbbefunde.JPGFarbbefund_Herrenhaus.1.JPG

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Neues von der Baustelle Herrenhaus Posterstein

Am 13. Juni 2017 trafen sich die Vertreter der fünf ausgewählten „Modellprojekte der Regionalentwicklung – Daseinsvorsorge im demografischen Wandel“ in Posterstein zum Erfahrungsaustausch. Eingeladen hatte das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft in dessen Regie die Projektrealisierung steht.

Die Bandbreite der Modellprojekte reicht hierbei über Jugendförderung, Fahrradbeförderung per Bus im ÖPNV-Linienverkehr bis hin zur kommunalen Vernetzung per App.

Abschließend wurde ausführlich unser Konzept „Gemeinsam nicht einsam-neues Leben auf dem Land“ vorgestellt und vor Ort besichtigt.

Derzeit geht es gut im Innenausbau im historischen Nordflügel voran. Neue Fenster schaffen neues Licht. Bald beginnen die Arbeiten am Vorbau und Balkon.

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Fenster werden eingebaut.

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Putz- und Farbbefunde an der historischen Fassade.

 

Baustellen-Führung im historischen Herrenhaus

21. Mai – Internationaler Museumstag
Motto 2017: Spurensuche. Mut zur Verantwortung!
Es gab großen Andrang zur Führung durch das historische Herrenhaus.
Das Gebäude wird seit Sommer 2016 saniert. Hier entsteht das nachhaltige Wohnprojekt “Gemeinsam nicht einsam – Neues Leben auf dem Lande”.

Viele Besucher informierten sich über den Baufortschritt und den für 2017 geplanten Innenausbau. Ebenfalls lebhaft nachgefragt wurden die Größe und Zuschnitte der geplanten Wohnungen.

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Projekt Burgberg Posterstein – Stand der Dinge

Seit August 2016 wird am Herrenhaus gebaut. HerrenhausBP_März17.JPGJetzt ist der große Kran verschwunden und der erste große Abschnitt der Sanierung beendet. 2017 steht der Innenausbau im Fokus. Unser Zukunftsprojekt ist vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur ausgewählt als eines von vier „Modelprojekten der Regionalentwicklung – Daseinsvorsorge im demografischen Wandel“. Die Fördermittel stehen bereit und die Umsetzung beginnt.

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Die Fotos zeigen schon einmal wie man künftig wohnen wird.

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Stand der Dinge: Richtfest und ein Blick in die Wohnungen

Der Schnee ist geschmolzen und der Frühling kündigt sich an. Auf dem Dachstuhl des Südflügels des Herrenhauses Posterstein konnte Richtfest gefeiert werden. Die Dachdecker decken gerade den letzten Abschnitt des Dachs. Wir wollen ein paar Fotos zeigen und werfen auch einen Blick in die dort geplanten Wohnungen.

Richtfest auf dem Dachstuhl des Südflügels des historischen Herrenhauses im Februar 2017.
Richtfest auf dem Dachstuhl des Südflügels des historischen Herrenhauses im Februar 2017.
Blick auf Herrenhaus und Burg Posterstein.
Blick auf Herrenhaus und Burg Posterstein.
Richtfest auf dem Südflügel des Herrenhauses in Posterstein.
Richtfest auf dem Südflügel des Herrenhauses in Posterstein.
Die Sicht vom Turm der Burg Posterstein: Der letzte Dachabschnitt wird gerade gedeckt.
Die Sicht vom Turm der Burg Posterstein: Der letzte Dachabschnitt wird gerade gedeckt.
Unter dem Dach des Herrenhauses Posterstein sind große Wohnungen mit Balkon geplant.
Unter dem Dach des Herrenhauses Posterstein sind große Wohnungen mit Balkon geplant.
Blick unters Dach des Postersteiner Herrenhauses.
Blick unters Dach des Postersteiner Herrenhauses.

2017 gibt es viel zu tun – Gemeinsam nicht einsam

Trotz Minusgrade gehen die Arbeiten am Burgberg weiter. Derzeit stehen folgende Teilprojekte im Mittelpunkt:

Den Burgberg Posterstein dominiert immer noch ein großer Kran.
Den Burgberg Posterstein dominiert immer noch ein großer Kran.

Modellprojekte der Regionalentwicklung – Daseinsvorsorge im demografischen Wandel

Wir haben eine Förderung für vom Freistaat Thüringen erhalten.
Damit beginnt die bauliche Instandsetzung im Innenbereich des Nordflügels des Herrenhauses.

Rückansicht des Herrenhauses Posterstein im Januar 2017.
Rückansicht des Herrenhauses Posterstein im Januar 2017.

Initiative zur Vernetzung des Ostthüringer Ökolandbaus und Regiokiste-Marke für Thüringen

Wir arbeiten mit der Ökomarktgemeinschaft der Erzeuger- & Verbrauchergemeinschaft Gera – Greiz Ökomarkt e.V. eng zusammen. Angestrebt wird eine Zusammenarbeit zur Schaffung und Entwicklung kurzer Versorgungsketten und lokaler Märkte. Im Herrenhaus werden ein Hofladen mit Bioprodukten aus der Region, eine Regio-Küche, ein Galeriecafé und auch eine kleine Brauerei entstehen. Erste Arbeitsbesprechungen zur Umsetzung finden statt.

Blick auf Posterstein mit der Baustelle auf dem Burgberg aus Stolzenberg.
Blick auf Posterstein mit der Baustelle auf dem Burgberg aus Stolzenberg.

Forschungsprojekt der Evangelischen Hochschule Freiburg: Modellentwicklung und Gründung von Bürgergenossenschaften zur Daseinsvorsorge

Das Konzept „Gemeinsam nicht einsam – neues Leben auf dem Lande“ ist eines von sieben Projekten, die bundesweit für ein Forschungsprojekt ausgewählt wurden. In den nächsten drei Jahren wollen Wissenschaftler aus Freiburg in enger Zusammenarbeit mit allen Partnern untersuchen, inwieweit sich eine Bürgergenossenschaft als Betreiber für ein solches regionales soziales Entwicklungsprojekt eignet.

Planung zur Neugestaltung des Gutshofes

Erste Planungen für die Platzgestaltung des ehemaligen Rittergutshofes sind in Auftrag gegeben.